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Besuch aus Lettland


(T)SG Münden zum 10. Mal bei "Der kleinen Nienburgerin", dem größten Jugendvolleyballturnier Deutschlands (11.-13.06.2010)



 



Nora Puhlmann, Laura Ponier, Mochgan Saberi, Songül Ay, Clara Heins,
Vera Henning, Katharina Rehders

Weitere Begleiter:

Svenja Bömeke:       Coach und Paparazzo

Karin Bömeke:          Finanzminister und rasender Reporter

Dieter Bömeke:        Chef vom Ganzen und Herr der Heringe

 
Am Freitag sind wir bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Nienburg gestartet.
Nach einer erzwungenen Schleichfahrt bei Hannover trafen wir gegen 18 Uhr am Stadion ein. Einige Stunden und einer erhitzenden Diskussion mit den starken Windböen später standen endlich die Mündener Zelte und somit konnte man sich dem wohlverdienten Abendbrot widmen. Man machte sich auf den Weg in die Stadt und genoss bei Fußball ein Original Barbecue im Mister Q.

Den Nachtisch ließ man sich in einer nahegelegenen Eisdiele schmecken. Am Zeltplatz angekommen, trennten sich die Wege von Team und Betreuern und beide ließen den Abend gemütlich ausklingen und gegen ein Uhr waren alle in den Zelten verschwunden.

Nach einer relativ kurzen Nacht und dem alljährlichen „GUTEN MORGEN, LIEBE VOLLEYBALLER“ frühstückten wir gemeinsam mit den Weendern bei strahlendem Sonnenschein. Um Kurz vor Acht hieß es dann Sachen packen und der große Trupp aus Süd Niedersachsen lief geschlossen zur Sporthalle.
In ihrer Vorrundengruppe verschliefen die Mündener den Start komplett. Im ersten Spiel des Tages musste man gegen den SV Ferdinandshof antreten.

(T)SG Münden : SV Ferdinandshof                    0:2       (15:25/18:25)

Anstelle der kurzfristig erkrankten Anita Jäger musste Katharina Rehders die für sie unbekannte Position des Mittelangriffs übernehmen. Im ersten Satz tat man sich recht schwer und lief stetig einem Rückstand hinterher. Auch die starken Angaben von Mochgan Saberi konnten den Satzverlust nicht verhindern. Nach dem Seitenwechsel und einigen mahnenden Worten, die Eigenfehler abzustellen, kämpfte man sich immer wieder an den davonziehenden Gegner heran.
Am Ende hatte Ferdinandshof die Nase vorn und Münden verlor sein erstes Spiel.

In der Spielpause musste man mit ansehen, wie sich die ehemalige Mündenerin Marleen Hinz (jetzt für Weende aktiv) schwer am Rücken verletzte und mit dem Krankenwagen abgeholt wurde. Dieser Schreck saß den (T)SGerinnen noch in den Köpfen, als sie zum zweiten Spiel gegen den FC Leschede II antreten mussten.

(T)SG Münden : FC Leschede II                          0:2       (15:25/20:25)

Im ersten Satz lief man einem Rückstand hinterher und konnte auch durch gezielte Angriffe und präzise gelegte Bälle den Satzverlust nicht verhindern.
Im zweiten Durchgang waren die Mündenerinnen konzentrierter und hielten Leschede in Schach. Es war ein ausgeglichener Satz, doch am Ende fehlte der SG das berühmte Quäntchen Glück, und man verlor auch dieses Spiel 0:2.

Die nun folgende Pause konnte man nicht so recht genießen, denn man musste das darauffolgende Spiel pfeifen. Nach fünfminütiger Debatte war dann auch geklärt, wer welchen Posten übernimmt.
In dieser Spielpause kehrte die immer noch angeschlagene Marleen Hinz aus dem Krankenhaus zurück mit der Diagnose, dass sie ihr Team von der Bank weiter unterstützen musste.

Nach dem Abpfiff stand das letzte Vorrundenspiel auf dem Plan, man sah sich einem der Gastgeberteams, dem TKW Nienburg I, gegenüber.

(T)SG Münden : TKW Nienburg I                       1:1       (10:25/25:16)

Im ersten Durchgang funktionierte NICHTS! Man schlug Aufschläge und Angriffe in das Netz oder Aus, ließ Bälle vom Gegner herunterfallen und schenkte den Nienburgerinnen Punkt um Punkt.

Nach dem Seitenwechsel und der lautstarken Bitte es besser zu machen, zeigten die Südniedersachsen endlich annähernd das, was sie können. Sie brachten den TKW immer wieder mit viel Auge und überlegtem Spiel in Schwierigkeiten.
Von Beginn an dominierte man den Satz und beendete ihn zügig mit 25:16.

Nach Abschluss der Vorrunde mussten die (T)SGerinnen, um ihr Viertelfinale bestreiten zu können, die Halle wechseln und so machte man sich mit Sack und Pack zurück in Richtung Stadion.

Durch den vierten Platz in der Vorrunde spielte man um die Plätze 9 bis 16.
Der nächste Gegner war der Drittplatzierte der Gruppe C, der VfK Südwest Berlin.

 
(T)SG Münden : VfK Südwest Berlin                  2:0       (25:12/25:09) 

Nach dem ersten Satzgewinn in der Vorrunde war nun der Spaß am Spiel endlich da und siehe da es lief! Beim Stand von 4:5 kam Clara Heins an die Angabe und servierte den Berlinerinnen 14 Angaben in Folge; dieser Rückstand war für den VfK nicht mehr einzuholen und Münden siegte eindeutig.
Nach dem Seitenwechsel und dem klaren Satz- und Spielerfolg in der Tasche wollte man schnell unter die Dusche und deklassierte den VfK Berlin mit 25:9.

Frisch geduscht und gut gelaunt ging es um 20 Uhr in die Stadt zum Abendessen.

Im Cup& Cino konnten man nicht nur gutes Essen, sondern auch wieder den Fußball auf einer Großleinwand genießen. Den Nachtisch gönnte man sich wieder in der nahegelegenen Eisdiele. Den Abend ließen Team und Betreuer auf unterschiedliche Art und Weise ausklingen.

Während die Mädels sich in der Sportlerdisco vergnügten, genossen die Betreuer zusammen mit dem Weender Coach ein kühles Bier und die kühle Nacht.

Auch am Sonntagmorgen wurde man wieder mit einem herzlichen „GUTEN MORGEN LIEBE VOLLEYBALLER“ geweckt, welches um 6 Uhr morgens von einem leisen Halts Maul! gefolgt wurde. Nach einem sonnigen Frühstück machte man sich um kurz nach Sieben auf den Weg zur Sporthalle, um die Platzierungs-spiele zu bestreiten.

Der erste Gegner des Tages hieß TV Baden

(T)SG Münden : TV Baden                                  2:0       (25:18/25:22) 

In diesem Spiel standen sich zwei gleichwertige Teams gegenüber, im ersten Durchgang konnte sich keiner so recht absetzen. Erst durch eine Aufschlagserie von Vera Henning gelangen Münden die entscheidenden Punkte. Nach dem Seitenwechsel dominierte Münden das Spiel und mit viel Spaß wurde auf beiden Seiten um jeden Ball gekämpft. Beim Stand 24:12 wähnten sich die SGerinnen in Sicherheit, doch es fiel ihnen schwer den letzten Punkt zum Sieg zu mache. Als die Badener bis auf 20:24 heran waren, fand Kapitän Mochgan Saberi die richtigen Worte ihr Team zu motivieren und Münden siegte. 

Auch heute musste man sich wieder als Schiedsrichter beweisen und leitete die Partie Baden gegen Greifswald. Durch den heutigen Sieg hatte man sich den Platz 10 bereits gesichert, doch man wollte mehr. Man traf erneut auf den TKW Nienburg I.

(T)SG Münden : TKW Nienburg                         2:0       (25:15/25:15) 

Durch das Spiel vom Vortag kannte man die Schwächen des TKW und nutzte diese auch. Immer wieder spielte man die Bälle gezielt in die Löcher oder gegen die Laufrichtung der Spielerinnen und setzte sich von Beginn an ab.

Die gewonnene Führung gab Münden nicht mehr aus der Hand und verbuchte den Satz für sich. In Durchgang zwei bot sich ein ähnliches Bild und auch hier ging Münden mit 25:15 als Sieger vom Platz.

Nun hieß es zügig duschen und zurück zum Platz Zelte abbauen.

Nachdem alle Zelte, Schlafsäcke, Isomatten und alle Taschen in den PKWs verstaut waren machte man sich auf den Weg zur Meerbachhalle, wo die Siegerehrung stattfand.

Wie immer herrschte dort eine Riesenstimmung, vor allem, weil die Finalspiele der höheren Leistungsklasse noch in vollem Gange waren.

Als auch hier die Sieger feststanden, konnte die große Abschlussveranstaltung beginnen.

Leider fuhr Münden dieses Jahr ohne Pokal für die sportliche Leistung nach Hause.
Geehrt wurde der Verein aber dennoch für seine zehnjährige Turnierteilnahme.

Nach dem Abholen der Preise, dem letzten Mannschaftsfoto und der Verabschiedung von den Weendern machten sich die Süd Niedersachsen auf den Weg Richtung Heimat und waren um 19 Uhr zuhause. 

SG Münden – weibliche Jugend nimmt zum 2. Mal am größten internationalen Volleyballturnier in Nienburg/ Weser teil

Dabei waren:

Spielerinnen & Opfer des Quälix: Louisa (Lulu) Rippien, Laura Schild, Julia (Jules)   Schucht, Natascha (Nati) Schäfer, Jana Wartenberg, Jana Dobbrick, Sevda Demircan, Vanessa (Vanni) Bolse

Trainer & Quälix:                                                      Jörg (Yogibär) Sterzik

Co-Trainer & Paparazzi:                                            Svenja Bömeke

Tagebuch & Schatzmeister:                                       Karin Bömeke

Organisator, Zeltaufbauer & Herr der (He)Ringe:         Dieter Bömeke

Zuschauer, Wasserträger & Ballholer:           Svenja Kunkel, Pascale (Lenz)

Gemeldet wurde das Team unter TSG Münden, da vor dem Zusammenschluss die TSG schon 6 Jahre Teilnehmer war. Um den Anspruch auf eine Auszeichnung nicht zu verlieren, fuhren die Aktiven der SG auch schon im letzten Jahr unter dem Verein TSG, da nach vorheriger Befragung alle damit einverstanden waren oder es egal war, da ihnen nur das Volleyballspielen wichtig ist.

Am 12.6. ging es mittags mit zwei Kleinbussen, begleitet von ziemlichen Regenschauern, auf Tour. Aber je näher man dem Ziel kam, desto klarer wurde der Himmel. Unter starken Windböen wurden die Zelte auf dem Sportplatz aufgebaut. Nach kurzer Platzbesichtigung ging es am Abend in die Stadt zum Essen.

Am Samstag ertönte um 6.30 Uhr der alljährliche Weckruf „Guten Morgen, liebe Volleyballer“ über die Lautsprecheranlage. Nach kurzer Katzenwäsche wurde dann unter freiem Himmel gefrühstückt und um 8.00 Uhr fuhren alle Teams in die ihnen zugewiesenen Hallen.

Am Samstag wurden die Vorrundenspiele im A-Kader (Wettkampfteams) ausgetragen. Das hieß für die SG Mädchen vier Spiele zu bestreiten. Gespielt wurde in 2 Pools, 2 Spielsätze und aufgrund der hohen Anzahl von Mannschaften dieses Jahr nur bis 15 Punkte. 

 
SV Hagenow  :  (T)SG Münden    1 : 1   ( 15:12/ 8:15)

Da die Mündener Spielerinnen aus drei Mannschaften waren, kam es öfter zu Abstimmungsproblemen und von Beginn an lief man bis zum Schluss einem Rückstand hinterher. Nach dem Seitenwechsel lag man rasch in Führung durch eine starke Angabenserie von Sevda Demircan. Diesen Satz verbuchte man mit 15:8 für sich.

 
1.VC Stralsund II  :  (T)SG Münden    0 : 2    (8:15/ 13:15)

Von Anfang an lag Münden in Führung (5:10). Die Stralsunder bekamen Punkte durch Fehler der Mündener. Rasch beendete man den Satz mit einem Sieg. Doch nach dem Seitenwechsel war es das Team aus Stralsund, das rasch einen Vorsprung rausspielte (8:4). Da nur bis 15 gespielt wurde, war es an der Zeit mit der Aufholjagd zu beginnen. Denn um eine gute Poolplatzierung zu erhalten, sollte dieses und das nächste Spiel gewonnen werden. Nach einer Auszeit und Ansprache durch Trainer Jörg Sterzik, tat sich erst auch nicht allzu viel (12:6) und es sah nach noch einem Unentschieden aus. Doch jetzt begannen die Mündener Mädchen zu kämpfen und holten Punkt für Punkt. Beim 13:13 kam es nun darauf an wer die besseren Nerven hatte. Doch ganz cool legten Laura Schild und Natascha Schäfer die letzten beiden zu spielenden Bälle beim Gegner ab und es stand 0:2.

 
VSG Nienburg  : (T)SG Münden    1 : 1    (13:15/ 15:9)

Nach einer anfangs deutlichen Führung, ließ man die Nienburgerinnen bis auf einen Punkt zum 10:11 herankommen. Beim 13:13 war es das SG Team das wieder die besseren Nerven hatte. Im zweiten Satz lagen die SGerinnen immer zurück. Beim 13:6 holte man zwei aufeinander folgende Punkte, da der Gegner nicht mit den von unten gespielten Angaben durch Jana Dobbrick zurechtkam. Doch der Kampfgeist reichte nicht um das Spiel zu gewinnen. Man musste sich mit einem unentschieden zufrieden geben.

 
MTV Ramelsloh  :  (T)SG Münden    0 : 2    (12:15/ 5:15)

Diesen Gegner musste man besiegen um am nächsten Tag um die Plätze 1 - 4 mitzuspielen. Ramelsloh lag leicht in Führung (6:4) und baute sie bis zum 11:8 aus. Aber das Mündener Team gab nicht auf und trotz einiger widriger Schiedsrichterentscheidungen ging der Satz an Münden. Der folgende Satz war der alles entscheidende, würde man die Konzentration halten können, denn so allmählich schlich sich Müdigkeit ein, da die Luft in der Halle schon recht verbraucht war. Trotz einiger kleiner Fehler ließ man ab dem 5:10 den Gegnerinnen keinen Punkt mehr. Jana Wartenberg läutete mit dem Satzball den 0:2 Sieg ein.

Nach dem Duschen und einer Runde im Freibad verbrachte man den Abend mit einem Essen in der Stadt und etwas klönen vor den Zelten. 

Nach einer kurzen Nacht wurde um 6.30 Uhr am Sonntag bei herrlicher Morgensonne draußen gefrühstückt. Pünktlich um 8.00 Uhr war Anpfiff für das erste Spiel und es werden die Sätze bis 25 gespielt.

 
MTV Salzgitter  :  (T)SG Münden    2 : 0    (25:18/ 25:19)

Salzgitter baute von Anfang an hohen Druck (12:5)auf, der die Mündenerinnen ziemlich in Schwierigkeiten brachte. Trotz hoher Motivation und Kampfgeist reichte es nicht zum Satzsieg. Nach dem Seitenwechsel hatte sich die SG eine 0:3 Führung erspielt, aber Salzgitter drehte rasch das Spiel (7:5). Doch an Aufgabe war bei den Mündenern nicht zu denken. Beim Stand 17:17 war wieder alles offen. Aber das Team aus Salzgitter war einfach stärker. 
Jetzt ging es für unsere Mädchen um Platz drei. Dafür, dass sie in diesem Jahr zum ersten Mal im A – Kader mitspielen und vorher in dieser Zusammenstellung noch nie gespielt hatten, ist das ein tolles Ergebnis.

 
Kleines Finale – Spiel um Platz 3:

VSG Nienburg : (T)SG Münden   0 : 2     ( 19:25/13:25) 

Im Spiel um Platz drei traf man erneut auf die VSG, gegen die man in der Vorrunde in den kleinen Punkten (Ballpunkte) verloren hatte. Für diese Niederlage wollte man sich revanchieren. Nach einem ausgeglichenen beginn, konnte man sich in der Mitte des Satzes eine Führung herausspielen. Man ließ Nienburg zwar immer wieder herankommen, doch die Führung gab man bis zum Satzende nicht ab. Wenn man schon nicht den Turniersieg einheimsen konnte, wollte man wenigstens mit aufs Treppchen. Deswegen erhöhte das Team um Kapitän Louisa Rippien den druck auf die VSG. Durch platziert geschlagene Angriffe und mit Übersicht gelegte Bälle hielt man die Nienburger auf Abstand. Somit sicherte man sich souverän Platz 3. 

Schnell wurde geduscht und sich auf das Bauchgefühl von Karin verlassend auf den Zeltplatz begeben um die zelte abzubauen und zu verladen. Beim verstauen der letzten Taschen, fielen die ersten vereinzelten tropfen. Kaum saß man in den Bussen, öffnete der Himmel seine Schleusen und es schüttete. Über McDonalds fuhr man dann in die Meerbachhalle zur Siegerehrung, an der 1500 Jugendliche mit ihren Betreuern teilnahmen.

Dann ging es auf die Heimfahrt nach Hann. Münden, wo man gegen 20.15 Uhr eintraf.
Müde und erschlagen verteilten sich Spielerinnen und Gepäck in die elterlichen Autos. Der Nienburgtrip 2009 ging, wie schon die Jahre zuvor, erfolgreich zu Ende.

Wir bedanken uns auf diesem Weg ganz herzlich bei allen Teilnehmenden für das tolle Wochenende. Es hat uns wieder sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr (wenn ihr uns „Alten“ wieder mitnehmt).

Karin und Dieter